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Tag 1: Mit PKW und Hurtigrute durch Norwegen

von Isabella & Michael Topf

August 2004 mit Schiff, PKW
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Dresden – Rostock – Gedser – Kopenhagen (- Oslo)

Sonnenaufgang in Rostock
Gestern ging es gegen 23:00 Uhr abends los und völlig staufrei erreichen wir Rostock gegen 03:30 Uhr. Vor uns stehen auf zwei Spuren etwa ein Dutzend Fahrzeuge. Gegen 04:30 Uhr beginnt die Abfertigung am Check-In. Da wir unsere Tickets bereits in der Tasche haben, könnten wir eigentlich auch die Spur für den automatischen Check-In nutzen. Was uns daran hindert, das ausgerechnet diese Spur geschlossen bleibt.

Während wir auf die uns zugewiesene Spur fahren, läuft gerade unsere Fähre ein. Gegen 05.00 Uhr fahren wir dann an Bord und können uns gerade noch zwei Sessel sichern. Leider sind die alles andere als bequem, aber besser als nix. Generell hat die Fähre mal eine gründliche Überholung nötig. Im Rahmen der geplanten Motorenaufrüstung wird hoffentlich auch das übrige Schiff mit überholt.

Unsere Abfahrt aus Rostock wird von einem traumhaften Sonnenaufgang begleitet. Bei Warnemünde liegen ein paar große Segelschiffe vor Anker. Dann geht es hinaus in die Ostsee und es wird Zeit etwas auszuruhen. Nach etwa 2 Stunden erreichen wir Gedser und gehören zu den ersten, die das Schiff verlassen.

Nicht nur viele Einheimische auch etliche Deutsche haben ein Problem mit den Geschwindigkeiten in Skandinavien. Auch heute werden wir von einigen überholt. So kommt es dann auch, dass wir nur ein paar Kilometer hinter Gedser auch so manchen Deutschen mit den Polizisten diskutieren sehen.

Wir erreichen die Autobahn nach Kopenhagen und stellen fest, dass wir bald tanken müssen. Also sind wir bei nächst bester Gelegenheit rausgefahren und haben getankt. Billiger als in Deutschland ist es sowieso. Offensichtlich werden nahezu alle Währungen akzeptiert und ich überlege noch wo ich die Muscheln vom letzten Jahr habe. So zahle ich dann halt in Euro und selbst die Umrechnung ist sehr fair.

Wir fahren weiter nach Kopenhagen. Hier haben wir zunächst ein Ziel, das etwas außerhalb des Zentrums liegt. Wir wissen, dass es in Albertslund, nahe der S-Bahn-Station liegt und natürlich kennen wir es aus den 14 Filmen der Olsenbande. Es geht um das Gefängnis aus dem Egon Olsen, jedes Mal entlassen wurde. Genauere Angaben fehlen uns und so dauert es eine Weile bis wir es eher zufällig finden. Der Blick, den uns der Gärtner zuwirft, also wir kühn in den Fængselvej einbiegen macht uns klar, das wir wohl besser umkehren sollten, was uns auch die vielen Schilder in Dänisch, samt den Kameras sicher sagen würden. Es handelt sich nämlich tatsächlich um ein Gefängnis! Also parken wir in der Nähe und versuchen zu Fuß weiterzukommen. Nach etwa 5 Minuten Fußweg können wir den typischen Blick von der Hauptstrasse genießen. Die Straße, die mal direkt auf das Gefängnis zuführte ist von der Hauptstraße her abgesperrt (Das sieht man bei genauem Hinsehen auch bereits in den Filmen). Leider stören den Blick auf das Portal ein Hochspannungsmast samt Kabeln, sowie die zahlreich parkenden Autos der Angestellten. Trotzdem ein erhabenes Gefühl.

Nun geht es aber in das Zentrum der Hauptstadt. Natürlich fahren wir gleich von Albertslund aus direkt in die Stadt und nicht erst wieder zurück. Eine Idee mit Folgen, wie sich herausstellt. Denn wir folgen dem ausgeschilderten Ring und entdecken das Schild zum Fährhafen. Mein Bauch meinte zwar, dass es an dieser Stelle unlogisch sei, aber der Kopf gab den Dänen Recht. Und so stehen wir kurz darauf auf dem Parkplatz des neuen Fährhafens von Kopenhagen, einer weitläufigen Anlage. Das einzige Problem ist, das dieser Fährhafen noch nicht in Betrieb ist. Also wieder zurück in die Innenstadt zum alten Hafen. Und da liegt auch unser Schiff. Nun haben wir noch reichlich 3 Stunden bis zum Check-In, aber Parken ist im Hafen aus Platzgründen nicht möglich. Also ab ins nächste Parkhaus, da wir noch keine dänischen Kronen haben. Auch hier wird aber die vorherige Bezahlung verlangt. Zum Glück ist zwei Häuser weiter eine Bank und nach Lösen des Parkscheins geht es nun endlich in die Stadt.

Bei strahlendem Sonnenschein und entsprechender Hitze geht es nun zum Schloß Amalienborg und von da weiter bis zur Meerjungfrau. Auf dem Rückweg geht es diagonal in die Stadt bis zum königlichen Garten am Schloß Rosenborg. Da uns der Weg bis zum Rathaus, dann doch etwas weit ist, und unsere Parkzeit sich dem Ende zu neigt, beschließen wir einen Standortwechsel und schauen uns noch das Schloß Christiansborg, sowie die umliegende Altstadt an. Inzwischen ist es Zeit für den Check-In und wir fahren zum Hafen. In zwei engen Spuren, die jeweils ungefähr 10-15 Fahrzeuge fassen, stehen wir vor dem Schiff. Jedes Mal, wenn die Spuren voll sind, wird wieder ein Schwung Autos verladen, parallel dazu LKWs. Da gibt es mit dem neuen Hafen deutliche Verbesserungen. Als Nachteil ist jedoch zu sehen, dass man dann nicht mehr direkt in der Stadt anlegt und der schöne Blick über die Dächer Kopenhagens leider verloren geht.

Um 17:00 Uhr geht es endlich los und die bereits erwähnte schöne Fahrt aus der Stadt ist einmal mehr beeindruckend. Das Schiff ist höher als alle Häuser am Ufer und der Blick über das Schloss Amalienborg ist traumhaft. Langsam schiebt sich die „Pearl of Scandinavia“ – wie unser Schiff heißt – in den Öresund hinaus und in der Ferne ist schemenhaft die Öresundbrücke zu erkennen. Wir drehen aber nach Norden ab, in Richtung Helsingborg (Schweden), wo wir noch einmal anlegen werden. Auf der anderen Seite ist Helsingör mit seiner Festung gut zu erkennen.

Als Einstimmung auf unsere Reise steht das Skandinavische Buffet auf unserem Programm und die erste Feststellung gilt dem Preis. Vor 3 Jahren waren wir noch bei etwa 40,- DM nun sind wir schon bei 30,- €. Davon unabhängig hat das Buffet einen deutlichen Schub in Richtung Fisch- und Meeresfrüchte bekommen, während andere skandinavische Speisen wie die berühmten Köttbullar gestrichen wurden. Selbst die Nudelpfanne gab es nur in Kombination mit Meeresfrüchten. Wer also Probleme mit Fisch hat, sollte sich vorher genau informieren – oder aber an das Kinderbuffet ausweichen.

Aufgrund der nahezu schlaflosen vorhergehenden Nacht, fallen wir dann auch schnell in unsere Kojen und schlafen ein.

Mehr Bilder vom 1. Tag

Titel Fotograf
Sonnenaufgang in Rostock Michael Topf
   
Sonnenaufgang in Rostock Michael Topf
   
Gefängnis der Olsenbande, Albertslund Michael Topf
   
Schloß Amalienborg Michael Topf
   
Schloß Rosenborg Michael Topf
   
In der Altstadt von Kopenhagen Michael Topf
   
Schloß Amalienborg beim Auslaufen aus Kopenhagen Michael Topf
   


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