Weihnachtsdorf in Rovaniemi
Copyright: Wikipedia
|
|
|
|
|
|
Der finnische Teil der Region Lappland (finnisch: Lapin lääni) ist die größte Provinz des Landes aber zugleich auch die am dünnsten besiedelte. In Lappland kommen gerade mal zwei Einwohner auf einen Quadratkilometer und die machen nur 3,6 % der Gesamtbevölkerung aus , ¼ der Bevölkerung Lapplands lebt im Großraum Rovaniemi, hier findet man auch das Weihnachtsmanndorf und kann Knecht Ruprecht persönlich treffen Von den ca. 185.000 Lappländern machen aber nur 4000 Samen aus, die auch „Lappen“ genannt werden, was allerdings nicht gerne gehört wird.
Wer kennt das Bild nicht; weite einsame Landschaften, stahlblauer Himmel und inmitten der Ruhe so weit man schauen kann eine Herde Rentiere in der vereinzelt ein paar bunte Mützen der Sami zu sehen sind. Die Samen Finnlands besitzen mit dem Samething eine eigene politische Vertretung. Das Samething setzt die seit 1995 in der finnischen Verfassung verankerte kulturelle Selbstverwaltung der Samen um und vertritt die Minderheit in nationalen und internationalen Belangen. Seit 1992 haben die samischen Sprachen im Heimatgebiet der Samen einen offiziellen Status. Es wird in der Schule gelehrt und in Behörden und Krankenhäusern gesprochen.
Das Gebiet Lappland erstreckt sich über Finnland, Norwegen, Schweden und Russland. Wären da nicht die Grenzflüsse, würde man überhaupt nicht bemerken, wenn man sich nicht mehr auf finnischem Boden befindet. Die Landschaft Lapplands ist sehr unterschiedlich geformt. Im Süd-Westen ist die Küstenregion sehr flach, daran schließt sich in Richtung Nord-Osten Hügelland, Waldflächen und schließlich die baumfreien flachen Hochebenen an. Finnland hat noch ein paar Ausläufer des Skandinavischen Gebirges abbekommen, was der Region Lappland die höchsten Berge Finnlands beschert, wie den Haltitunturi (1324 m), der Saana (1029 m) und der Pallastunturi (807 m).
Das Beeindruckendste an Lappland sind sicher die Polarlichter und die Chancen welche hier zu sehen, sind sehr gut. Im Norden der Region herrschen für ganze 51 Tage die Polarnächte, dafür aber auch 73 Tage die Mitternachtssonne. Wunderschöne Färbungen kann man auch im Herbst im Süden Lapplands erleben, wenn die Blätter der Nadelwälder sich verfärben. Im Norden findet man statt Bäumen nur noch Sümpfe, Moor und dementsprechend viele Mücken.
Die Temperaturunterschiede sind extremer als man es sich vielleicht vorstellt. Im Winter kann es zwar mit bis -50 °C wirklich extrem kalt werden, aber die Sommer können bis zu 30 °C warm sein. Den ersten Schnee kann es im August oder September geben, eine bleibende Schneedecke fällt meist Ende Oktober bis Mitte November und schmilzt Ende April bis Ende Mai. Da hat man viel Zeit um den typischen Aktivitäten nachzugehen, wie Eislochangeln, Rentier- und Hundeschlittenfahrten. Auch ein Besuch im Schneeigludorf mit Eisbar und Schneerestaurant steht ganz oben auf der Liste der Dinge, die man in Lappland unbedingt mal gemacht haben sollte.
|